Die Saison 2026 hat begonnen! Bezirksliga B. Nachdem wir die letzten Jahre immer am oberen Tabellenrand mitwirken durften und knapp am Aufstieg gescheitert sind, gehen wir dieses Jahr mit einer veränderten Mannschaft an den Start. Mit Thilo, Jürgen, Frank und Hormoz haben wir erfahrene Spieler an den unteren Brettern aufzubieten. Die Mannschaft ist dadurch nun deutlich homogener.
Und wir spielen in einer neuen Staffel, wodurch wir andere Gegner bekommen. Das bringt Abwechslung. Der Nachteil besteht leider darin, dass wir Auswärtsspiele am Rande Hamburgs bestreiten müssen. Das ist der Preis, den wir zahlen. Aber egal … wir wollen auch dieses Jahr wieder oben angreifen und ambitioniert spielen. Vom DWZ-Durchschnitt sind wir in dieser neuen Staffel an Nummer 4 gesetzt. Aber was sagt das aus?
In der ersten Runde hatten wir Blankenese III zu Besuch und konnten das Heimspiel mit einem beachtlichen 6,5 zu 1,5 gewinnen. Die zweite Runde bescherte uns auswärts Pinneberg II als Gegner, und auch hier konnten wir ebenfalls klar mit 6,5 zu 1,5 den Kampf für uns entscheiden.
Damit haben wir in der Liga eine erste Ansage gemacht und unsere Ambitionen unterstrichen, aber die harten Gegner kommen erst noch.
Wir freuen uns auf eine spannende Saison voller guter Partien, Ehrgeiz und Spaß.
Nach äußerst spannendem Verlauf gewinnt Triona Eberle auf Anhieb die Spitzengruppe der Vereinsmeisterschaft mit 6,5/9. Nach zwei Niederlagen zum Start gab sie nur noch ein einziges Unentschieden ab in der 8. Runde gegen Dennis Kluge und gewann alle übrigen Partien. Mit erst 19 Jahren dürfte sie damit die jüngste Meisterin der Vereinsgeschichte sein. Herzlichen Glückwunsch!
Dieses Ergebnis reiht sich ein in zahlreiche erfolgreiche Turnieraktivitäten der letzten Jahre; gut 500 Elo-Punkte hat sie dabei allein in 2 Jahren gewonnen (Juni 2023-2025).
Eine Auswahl:
Bei der Deutschen Ländermeisterschaft der Frauen in Braunfels im Juni 2025 holte Triona am 1. Brett für Hamburg 4,5 aus 5 und damit den Brettpreis mit einer Elo-Performance von knapp 2400 (rechts im Bild in der letzten Runde am Spitzenbrett gegen Heike Vogel, Foto: Henning Luders).
Im gleichen Monat nahm sie an der Deutschen Schnellschachmeisterschaft für Hamburg teil, nachdem sie zuvor ein knappes Match gegen Martin Voigt (bemerkenswert: ausschließlich entschiedene Partien) für sich entscheiden konnte.
Im Herbst dann der nächste Härtetest auf internationaler Bühne: der European Chess Club Cup auf Rhodos. Am 6. Brett erzielte Triona starke 4 Punkte, und nahm rund +27 Elo mit.
Besonders stark war ein Kampfremis gegen GM Rainer Polzin (4. Runde gegen die Schachfreunde Berlin); und gleich in der 1. Runde gelang ihr eine schöne Partie, die von mir auch im Video kommentiert wurde: https://youtu.be/aIHP8__GRis?t=33
Triona gehört zum Kader unserer Bundesligamannschaft und spielt außerdem am 1. Brett der 3. Mannschaft in der Landesliga.
Stil und Partie gegen Ulrich
Triona hat ein sehr gutes taktisches Auge und pflegt einen sehr einen aktiven Stil. Als e4-Spielerin sucht sie bereits in der Eröffnung nach Chancen, das Spiel zu verwickeln und anzugreifen. Einen einmal erzielten Vorteil weiß sie geschickt zu verteidigen und auszubauen. Ein gutes Beispiel ist dazu ihre Partie aus der 1. Runde auf Rhodos im Oktober 2025 (Link zum Video oben). Mit Schwarz spielt sie mit Erfolg die berüchtigte Najdorfvariante. Manchmal spielt sie noch etwas zu hastig, wenn am Horizont eine verlockende, aber nicht zwingende taktische Wendung auftaucht. Aber das wird noch! Ich bin zuversichtlich, dass Triona spätestens in einem Jahr die 2200er-Marke geknackt haben wird.
Nachfolgend Trionas Sieg gegen Ulrich Stock aus der 3. Runde des Vereinsmeisterschaft (Kommentare von Triona):
Jugendgruppe seit 2024
Seit rund anderthalb Jahren ist Triona in unserer Jugendgruppe dabei (immer dienstags ab 17:00 Uhr im Ligaraum). Sie übernimmt dort ganz selbstverständlich auch Verantwortung: spielt Trainingspartien, analysiert und erklärt. Zur Jugendgruppe gehört seit über 2 Jahren übrigens auch Darius, mit dem Triona dort bereits unzählige Blitzpartien ausgetragen hat.
Von Trionas freundlichem Wesen, ihrem erfrischenden Humor, dem taktischen Scharfsinn und der Kühnheit, mit der sie Schach spielt, profitieren die Gruppe wie auch der gesamte Verein.
Ausblick
Trionas wie auch Darius‘ Entwicklung zeigen, wie steil eine Entwicklung verlaufen kann, wenn Talent, Fleiß und Spielpraxis zusammenkommen. Ich freue mich darauf, die Entwicklung der beiden zu verfolgen und weiterhin begleiten zu können.
FCSP Schach spielt an der Bucerius Law School Hamburg.
Am 7. und 8. Februar 2026 richtet die Schachabteilung des FC St. Pauli die 5. und 6. Spielrunde der Bundesliga aus, und wir sind zu Gast an der Bucerius Law School (Samstag ab 14 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr).
Die stimmungsvollen Gebäude verbinden moderne Architektur mit historischen Elementen aus dem 19. Jahrhundert und beherbergen eine der besten juristischen Fakultäten Deutschlands.
Erleben Sie spannende Schachmomente mit Weltklasse-Spielern und sichern Sie sich Ihre Tickets:
Wir bedanken uns bei der Bucerius Law School und Bucerius Events für ihre Gastfreundschaft sowie bei unseren Sponsoren Freestyle Chess, SBR-net Consulting GmbH und Blue Ocean Business Software GmbH für ihre kontinuierliche Unterstützung.
Moment – Unser Spieler des Jahres heisst nicht Magnus Carlsen? Nein – er heisst Darius Toman, und er spielt in der HMM 2026 für uns in der Kreisliga B.
Darius ist 20 Jahre alt, spielt erst seit 2 Jahren Schach und hat seine DWZ in 2025 um 314 Punkte gesteigert. Von 1404 auf 1718. Eine größere Steigerung hat keines unserer Abteilungsmitglieder in diesem Jahr geschafft. Auch nicht Magnus.
Darius sagt: „Da ich seit der HEM gemerkt habe, dass ich doch ein bisschen Schachspielen kann setze ich mir für das Jahr 2026 hohe Ziele, wie eine DWZ von 1900 zu erreichen.“
Die Deutsche Hochschulmeisterschaft in Berlin schlug in diesem Jahr alle Rekorde. Mit über 300 Teilnehmenden ist es das größte Turnier seiner Art – weltweit. Beeindruckend, was die Organisator:innen in der Berliner Humboldt-Uni auf die Beine gestellt haben. So wurden über ca. 150 DGT-Bretter (!) nahezu alle Partien online übertragen, Schachdeutschland.tv übertrug live, viele Zuschauende waren vor Ort und auch das Ambiente in der Humboldt Universität Unter den Linden konnte sich sehen lassen.
Am Samstag wurde Schnellschach gespielt, am Sonntag Blitzschach.
Unser Bundesliga-Kapitän Benedict Krause, der gerade seine Masterarbeit an der Uni Kiel abgegeben hat, ging als einer der Favoriten ins Turnier – und konnte diese Rolle im Schnellschach mit einer krassen Performance von 8 aus 9 bestätigen (im Bild oben die Schlußstellung aus der letzten Runde). Wir haben nun also nicht nur den aktuellen französischen und den aktuellen dänischen Meister im Bundesliga Kader – sondern auch einen deutschen.