Triona gewinnt die Vereinsmeisterschaft!
Nach äußerst spannendem Verlauf gewinnt Triona Eberle auf Anhieb die Spitzengruppe der Vereinsmeisterschaft mit 6,5/9. Nach zwei Niederlagen zum Start gab sie nur noch ein einziges Unentschieden ab in der 8. Runde gegen Dennis Kluge und gewann alle übrigen Partien. Mit erst 19 Jahren dürfte sie damit die jüngste Meisterin der Vereinsgeschichte sein. Herzlichen Glückwunsch!
Dieses Ergebnis reiht sich ein in zahlreiche erfolgreiche Turnieraktivitäten der letzten Jahre; gut 500 Elo-Punkte hat sie dabei allein in 2 Jahren gewonnen (Juni 2023-2025).
Eine Auswahl:
Bei der Deutschen Ländermeisterschaft der Frauen in Braunfels im Juni 2025 holte Triona am 1. Brett für Hamburg 4,5 aus 5 und damit den Brettpreis mit einer Elo-Performance von knapp 2400 (rechts im Bild in der letzten Runde am Spitzenbrett gegen Heike Vogel, Foto: Henning Luders).
Im gleichen Monat nahm sie an der Deutschen Schnellschachmeisterschaft für Hamburg teil, nachdem sie zuvor ein knappes Match gegen Martin Voigt (bemerkenswert: ausschließlich entschiedene Partien) für sich entscheiden konnte.
Im Herbst dann der nächste Härtetest auf internationaler Bühne: der European Chess Club Cup auf Rhodos. Am 6. Brett erzielte Triona starke 4 Punkte, und nahm rund +27 Elo mit.

Besonders stark war ein Kampfremis gegen GM Rainer Polzin (4. Runde gegen die Schachfreunde Berlin); und gleich in der 1. Runde gelang ihr eine schöne Partie, die von mir auch im Video kommentiert wurde: https://youtu.be/aIHP8__GRis?t=33
Triona gehört zum Kader unserer Bundesligamannschaft und spielt außerdem am 1. Brett der 3. Mannschaft in der Landesliga.
Stil und Partie gegen Ulrich
Triona hat ein sehr gutes taktisches Auge und pflegt einen sehr einen aktiven Stil. Als e4-Spielerin sucht sie bereits in der Eröffnung nach Chancen, das Spiel zu verwickeln und anzugreifen. Einen einmal erzielten Vorteil weiß sie geschickt zu verteidigen und auszubauen. Ein gutes Beispiel ist dazu ihre Partie aus der 1. Runde auf Rhodos im Oktober 2025 (Link zum Video oben). Mit Schwarz spielt sie mit Erfolg die berüchtigte Najdorfvariante. Manchmal spielt sie noch etwas zu hastig, wenn am Horizont eine verlockende, aber nicht zwingende taktische Wendung auftaucht. Aber das wird noch! Ich bin zuversichtlich, dass Triona spätestens in einem Jahr die 2200er-Marke geknackt haben wird.
Nachfolgend Trionas Sieg gegen Ulrich Stock aus der 3. Runde des Vereinsmeisterschaft (Kommentare von Triona):
Jugendgruppe seit 2024
Seit rund anderthalb Jahren ist Triona in unserer Jugendgruppe dabei (immer dienstags ab 17:00 Uhr im Ligaraum). Sie übernimmt dort ganz selbstverständlich auch Verantwortung: spielt Trainingspartien, analysiert und erklärt. Zur Jugendgruppe gehört seit über 2 Jahren übrigens auch Darius, mit dem Triona dort bereits unzählige Blitzpartien ausgetragen hat.
Von Trionas freundlichem Wesen, ihrem erfrischenden Humor, dem taktischen Scharfsinn und der Kühnheit, mit der sie Schach spielt, profitieren die Gruppe wie auch der gesamte Verein.
Ausblick
Trionas wie auch Darius‘ Entwicklung zeigen, wie steil eine Entwicklung verlaufen kann, wenn Talent, Fleiß und Spielpraxis zusammenkommen. Ich freue mich darauf, die Entwicklung der beiden zu verfolgen und weiterhin begleiten zu können.
Link zur Abschlusstabelle der Vereinsmeisterschaft: https://s2.chess-results.com/tnr1251541.aspx?lan=1&art=1&SNode=S0
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