Wir freuen uns sehr, Blue Ocean Business Software GmbH als unseren neuen Partner für das FC St. Pauli Schach Bundesliga Team begrüßen zu dürfen. Bei Blue Ocean verbindet sich pure Leidenschaft für unseren magischen Klub mit Leidenschaft für Unternehmenssoftware.
Mitten in Hamburg gelegen steht Blue Ocean in der Softwareentwicklung für dieselben Werte wie der FC St. Pauli auf und abseits des Rasens:
Nachhaltige Lösungen für seine Kunden:innen in einem fairen Miteinander zu schaffen.
Das Wohl der Angestellten und Geschäftspartner:innen zu fördern.
Sich verantwortungsbewusst gemeinsam weiterzuentwickeln.
Blue Ocean ist spezialisiert auf Lösungen für die Food- und Trade-Branche und FiBu-Automation von E-Invoicing bis EDI. Wer noch mit einer Navision-Lösung auf einem eigenen Server im Keller kämpft, kann sich bequem in die Business Central-Cloud heben lassen. Und wer Abonnements als Vertriebsmodell für sich entdeckt hat, kann mit der App bill-to jede Menge Arbeit sparen und Effizienzen schaffen.
Ihr könnt Blue Ocean und seinen Geschäftsführer Gary Winter im Rahmen des Hamburger Schachfestivals im Millerntor Stadion am kommenden Wochenende kennenlernen.
Im Stadteil- und Kulturzentrum Barmbek Basch fand am 11.02.2025 der dritte Spieltag für unsere Siebte in der Bezirksliga C statt. Wir konnten personell aus dem Vollen schöpfen und nach dem letzten Sieg gegen SKJE (Spielbericht St. Pauli VII – SKJE IV – FC St. Pauli Schach) wieder mit unserem Mannschaftsführer Jan auflaufen. Barmbek hingegen musste einige Ausfälle kompensieren und gleich drei Reservespieler:innen ans Brett rotieren. Angereist als Favorit war unser Ziel, den Heimweg ans Millerntor mit reichlich Brettpunkten im Gepäck anzutreten – und diese werden im Titelrennen mit der starken Konkurrenz gegen Sternschanze und Diogenes dringend benötigt.
Ein Blick auf die Bretter nach den Eröffnungen ließ schnell klar werden, dass an einen Spaziergang oder einen Kantersieg nicht zu denken war. Bis auf leichte Vorteile an den oberen Brettern, hatte die Mannschaft mit unklaren und riskanten Stellungen zu kämpfen. Karim geriet an Brett 8 früh unter Druck. In bekanntem Eröffnungssystem fand der Gegner Möglichkeiten, die Rochadestellung löchrig und mürbe zu spielen, bis der Angriff auf den König durchschlug. Auch an Brett 3 gelang es Frank nicht, die Überhand aus der Eröffnung im Mittelspiel zu behalten. Der Schwarzspieler hebelte das weiße Bauernzentrum auf und schickte mit dem Geleitschutz aktiver Figuren einen gefährlichen Freibauern auf die Reise. Der Plan zwang Frank zur Aufgabe – 2 : 0 für Barmbek.
Erinnerungen an eine schmerzliche Niederlage in der letzten Saison wurden wach, als wir trotz klarer Favoritenrolle im Saisonstart gegen einen Underdog untergingen. Nach dem letzten Spieltag fehlte dann ein halber Brettpunkt zum Aufstieg. Nun galt es, die Stühle etwas näher an die Bretter zu rücken und Resilienz zu beweisen. Unsere Aufholjagt wurde von Sabine eingeläutet, die zum wiederholten Male den ersten Brettpunkt für St. Pauli sicherte. Statt zu rochieren stürmte sie mit den Königsbauern nach vorne und begab sich in einen riskanten Angriff. Einige Kibitze sahen sie in großer Gefahr, doch der Gegner fand keine Mittel, um sich zu wehren. Brett 1 und 5 folgten Sabine und zogen bald nach. Stephan baute beständig die leichte Druckstellung seiner guten Eröffnung aus und stellte den Gegner vor zahlreiche Probleme, bis der Vorteil entscheidend wurde. Simon behielt in einem scharfen und taktisch überladenen Mittelspiel den kühlen Kopf. Als sich sein Gegner zu einem überhitzten Angriff mit Damenausfall auf den Königsflügel entschied, wickelte unser Brett 5 in einen klinischen Konter mit Figurengewinn ab. An Brett 4 und Brett 7 fanden sich Andreas und Jan in ähnlicher Situation. Mit zwei Leichtfiguren gegen einen Turm profitierten sie von einem Materialvorteil, doch die Abwicklung war unklar. Während sich Andreas die Zähne an der ressourcenvollen Verteidigung des Weißspielers ausbiss, gelang es Jan, seine große Stärke auszuspielen. Mit kleinen, sicheren Schritten spielte er geduldig mit guter Koordination. Wie so oft, wurde die Gegenpartei reaktionär übereifrig und versuchte mit scharfem Turmopfer eine Bauernumwandlung zu erzwingen. Jan war positionell zu gut vorbereitet auf taktisches Gegenspiel und verteidigte gekonnt – ein erleichterndes 2 : 4 für St. Pauli. Für Oliver und Andreas war es zu diesem Zeitpunkt ein Kinderspiel, ein Remis zu forcieren und den dritten Sieg am dritten Spieltag zu besiegeln. Beide hatten sich nach dem kritischen Start der Mannschaft starke Vorteile herausgespielt und mögliche Gewinnzüge übersehen.
Nach einem erneuten 5 : 3 hat die Mannschaft diese Woche vor allem auch an Zusammenhalt gewonnen. Trotz später Uhrzeit unter der Woche hat ein Großteil des motiverten Teams noch auf den Sieg angestoßen. Der Zusammenhalt hat die Aufholjagt ermöglicht und wird auch am nächsten Spieltag (04.03.2025) weit tragen, wenn es gilt, zuhause gegen den Tabellenführer Diogenes zu bestehen.
Für unsere Siebte stand am 21.01.25 das erste Heimspiel der Saison gegen die vierte Mannschaft des Schachklubs aus Eppendorf an. Nach dem gewonnenen Saisonauftakt gegen den HSK XV (HSK XV – FC ST Pauli VII 3-5 – FC St. Pauli Schach) war die eingeschworene Truppe gewillt – mit einem weiteren Sieg – Momentum im Meisterschaftsrennen aufzunehmen. Vertreten durch den CO-Kapitän Simon mussten die Punkte heute ohne den Mannschaftsführer Jan ins Visier genommen werden.
Zeitglich spielte auch die sechste und elfte Mannschaft von St. Pauli im Ligaraum, so dass die engen Tischreihen einen Hauch Turnier-Atmosphäre in die Luft legten. Die SKJE hatte nach ihrer Niederlage im Saisonauftakt gegen Sternschanze Boden gut zu machen und war motiviert, trotz spielstarker Ausfälle einen Kampf um jeden Zentimeter auf dem Schachbrett anzunehmen.
Nach den Eröffnungen stand St. Pauli VII in der Mehrzahl der Partien auf leichten Vorteil. Unsere starken ersten beiden Bretter Stephan und Olli verschafften sich in kurzen Abständen einen Überblick zum aktuellen Stand aller Spielstände. Ob der vielen unklaren Stellungen hielten sie sich alle Optionen der komfortablen Remisbreite ihrer Partien offen, um zu einem späteren Zeitpunkt auf die Geschehnisse des Mannschaftskampfs reagieren zu können.
Sabine gelang es als erster am siebten Brett mit einem unrochierten Angriffsrausch den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Ihr Bauernsturm auf dem Königsflügel war zu stark und schlug präzise durch die weißen Verteidigungsreihen – ein wichtiger Dosenöffner, der dem Team viel strategische Kontrolle ermöglichte.
An Brett sechs und Brett acht folgten darauf hin zwei Remis-Abwicklungen von Kalle und Karim. Beide hatten sich gewisse Chancen herausgespielt, halfen aber der Mannschaft damit weiter, ohne Risiko jeweils einen halben Punkt nach Hause zu bringen.
In einer Benonistruktur gelang es Andreas am vierten Brett, dem Schwarzspieler kaum Figurenaktivität zu erlauben und in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln – 3:1 für St. Pauli.
Nach einem weiteren Remis von Stephan am ersten Brett, mussten Frank und Simon an 3 und 5 kämpfen, um ihre Schwarzpartien zu halten. Hier sollte der Mannschaftskampf entschieden werden. Frank schaffte es mühsam trotz großem Zeitrückstand, die richtigen Verteidigungszüge zu finden, um den drängenden Gegner im Zaum zu halten. Auch Simon fand die richtige Strategie. Nachdem er in aktiver Stellung einen Zentrumsbauern gab und sich der Gegner mit Mehrbauer konsolidieren konnte, wurde die Stellung im Endspiel scharf. Beide Seiten suchten trotz jeweils zwei verbundener Freibauern vergeblich, eine Umwandlung zu ihrem Vorteil zu finden.
Der Mannschaftskampf war gewonnen und Olli konnte an Brett zwei, wo er sich für alle Eventualitäten noch die Möglichkeit aufbehielt, auf Sieg zu spielen, endlich in ein Remis abwickeln.
Ohne Brettniederlage am zweiten Spieltag richtet die siebte Mannschaft nun den Blick auf den 11.02.2025. Dann gilt es, auswärts gegen Barmbek III unser Bestes zu geben.
Die Tickets für die Schachbundesliga Spieltage 11 und 12 sind in den Verkauf gegangen. Diese veranstalten wir gemeinsam mit dem HSK und der Austragungsort wird der Ballsaal im Millerntorstadion (Haupttribüne) sein.
23.3.2025 10 Uhr Schachfreunde Deizisau − FC St. Pauli
Die Teilnahme von Magnus Carlsen ist noch nicht bestätigt. Sobald dies der Fall ist, geben wir dies über Social Media und auf unserer Homepage bekannt.
Wir übernehmen allerdings keine Garantie, dass dann noch Tickets vorhanden sein werden.
Vorab: Unter dem Link findet man ein paar Stellungen vom Wochenende als Aufgaben. Den Link unbedingt im Browser und nicht in der Lichess-App öffnen: https://lichess.org/study/nGcdyJal/js6qdfF9
Am Freitag machte sich unsere 1. Mannschaft auf den Weg nach Heimbach Neuwied, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Koblenz. Wir flogen und fuhren aus allen Himmelsrichtungen heran: Aus Frankreich, Korsika, Marc`Andria mit seinem Vater per Auto, per Flugzeug die Großmeister Johan-Sebastian Christiansen, Jonas Bjerre und Igor Janik, die von Oliver aus Frankfurt mitgebracht wurden, Aljoscha kam per Bahn aus dem Süden und Hajo, Giso und Frank direkt aus Hamburg.
An dieser Stelle möchte ich der Organisation durch unser Team aus dem Vorstand, allen voran Hajo und Oliver, die uns an diesem Wochenende betreuten, sehr herzlich danken: Hajo, der uns aus Hamburg begleitete, Bahntickets, An- und Rückreise, Hotel, Taxi und vieles mehr organisierte. Oliver, der die per Flugzeug angereisten GMs in Frankfurt einsammelte und nach Neuwied brachte und seit Monaten hinter den Kulissen den Kontakt zum Sponsor Weißenhaus und den Carlsens hält und die PR, inzwischen zusammen mit Alexandra, verantwortet.
Am ersten Wochenende in Dresden, wo wir gute Chancen hatten, mussten wir leider auf alle neuen Top-Spieler verzichten, und am Ende erwieß sich die Gegnerschaft doch als etwas stärker. In Neuwied waren wir vorne zwar stärker, aber Bartosz und Monika Soćko fehlten und natürlich Bene.
Match gegen den deutschen Meister Viernheim (Samstag)
Am Samstag nun mussten wir in Runde 3 nun gegen den amtierenden deutschen Meister Viernheim ran. Viernheim spielte zwar auch nicht mit ihren Topleuten wie Nakamura, aber selbst ihre “Ersatzspieler” brachten am 8. Brett immer noch 2550 auf die Waage, sodass wir im Schnitt an jedem Brett im Schnitt 160 (!) Elo-Punkte weniger hatten. Als klarer Underdog verloren wir schließlich 2-6, lieferten aber einen großen Kampf und hatten durchaus Chancen.
Aljoscha (Diagramm oben) hatte seinen Gegner, Amin Bassem, in einer Schottischen Partie klar überspielt und im besten Stil zwei Bauern geopfert. Weiß hat für die beiden Bauern klaren Entwicklungsvorsprung und Chancen auf den schwarzen Feldern in Verbindung mit Sf6+. Auch die Dame von Schwarz steht angreifbar. Aber was nun? Aljoscha entschied sich für 1.Sbc5 (andere Züge waren besser) und gewann in der Folge forciert eine Figur, aber Schwarz konnte dann lang rochieren und schließlich sogar mit Vorteil kontern (Diagramm unten nach …Tde8): Der Läufer hängt und hat keine guten Rückzugsfelder, im nächsten Zug kommt f7-f5 nach Wegzug des Springers Lxc3 mit Angriff auf die Dame. Trotz Mehrfigur ist Weiß hier überraschend bereits in Schwierigkeiten und Bassem sicherte seinem Team schließlich den Punkt.
Igor wurde von Anton Korobov im Stil von Alpha 0 überspielt, (man beachte die Dame auf Dh1), der in der Diagrammstellung (unten) vorentscheidend zu 1.Sxf7! griff.
Jonas wurde in einem eigentlich noch ausgeglichenen Endspiel lange von Chithambaram Aravindh geprüft und zuletzt doch noch niedergerungen. Aravindh hat gerade die magischen 2700 übersprungen. An Brett 1 hatte Johann relativ schnell gegen Sarana remisiert, nachdem er diesen in einer kritischen Nebenvariante der Wiener Partie geprüft hatte. Marc`Andria spielte eine auch von Teamkollege Magnus Carlsen gespielte Variante gegen Caro-Kann und hatte zumindest optisch etwas mehr vom Spiel, musste sich gegen den starken Großmeister David Anton Guijarro am Ende aber (auch) noch strecken, um zu remisieren.
Neben Aljoscha hatten wir indes gute Chancen an den Brettern 7 und 8: Jonah (Diagramm oben) spielte an gegen den ehemaligen Nationalspieler Georg Meier eine gute Partie und hätte in der Diagrammstellung mit 1.Lxf5 gefolgt von 2.Dg4 starken Druck entwickeln können. Dagegen gab das naheliegende 1.Tf3 Weiß nicht viel und die Partie endete bald unentschieden – aber auch das natürlich ein toller Erfolg für Jonah, der mit 2,5/4 und einer Performanz über 2500 klar auf IM Norm Kurs ist!
Und auch Giso überspielte seinen Gegner Großmeister Tarlev im Endspiel: In der Diagrammstellung oben musste Weiß am Zuge zu 1.Kh2 greifen, da 1.Kf1 wegen 1…Sf4 (droht matt und e6 hängt) die Qualität verliert. Danach wurde der c-Bauern stark, für den Weiß schließlich den Springer geben und auf ein Remis im Endspiel T+S gegen T setzen musste. Nachdem Giso eine Gewinnchance verpasst hatte, endete aber auch diese Partei friedlich. Wenn man durchzählt, hätten die vergebenen Chancen mit etwas Glück also bereits zu einem 4-4 gereicht.
Ich selbst glaubte meinen Gegner in der Eröffnung überraschen zu können, aber Dennis Wagner brachte eine vermutlich ältere Vorbereitung aufs Brett und opferte in einer typisch slavischen Struktur überraschend einen Bauern. Ich hielt zunächst gut dagegen und hatte in der Diagrammstellung soeben 1.…g5 gefunden, um den Läufer nach g3 abzulenken, was auch geschah. Der Witz von …g5 ist, dass man nun nach 2…Sd7! 3.Sg6? das Schach auf a5 hat und der Läufer nicht dazwischenziehen kann. Ich hatte aber Sorge, dass er nach 2…Sd7 mittels 3.Sxc6 opfert und dann mit Lb6, Tc1 und c6 nachsetzt. Diese Sorgen waren allerdings unberechtigt. Aus den genannten Gründen entschied ich mich in der Diagrammstellung oben statt 2…Sd7 für den zweischneidigen Zug 2…Da5?!+, der den weißen König immerhin nach d1 treibt in der Hoffnung, ggf. unter Turmopfer schnell zu rochieren und den König nach Öffnung der Stellung mit …f6 und …e5 unter Beschuss zu nehmen. Das ganze Konzept erwieß sich aber schließlich als zu riskant und trotz gewisser Gegenchancen sicherte sich der Großmeister in beiderseitiger Zeitnot schließlich den Punkt.
Trotz der Niederlage war die Stimmung am Samstagabend beim gemeinsamen Essen gut und wir blickten hoffnungsvoll auf das Match gegen den Gastgeber Neuwied. Da es am Sonntag schon um 10 losging, blieb allerdings nicht so viel Zeit zur Vorbereitung. Grundsätzlich ist die Vorbereitung Wochen im Voraus schwierig, weil jeder Kader aus max. 16 Spielern besteht; gelegentlich erlauben zeitlich angrenzende Turniere Rückschlüsse, aber es bleiben im schlechtesten Fall noch immer 6 mögliche Spieler übrig. Im Voraus ist eine punktgenaue Vorbereitung daher besonders an den hinteren Brettern fast unmöglich.
Match gegen Neuwied (Sonntag)
Gut vorbereitet war jedenfalls Johann, der seinen Gegner mit einer Nebenvariante in der vielgespielten katalanischen Partie überraschte und am Spitzenbrett schnell ausglich.
Jonas setze seine Gegner in einer bekannten Stellung des Londoner Systems bzw. der Abtauschvariante der Caro-Kann Verteidigung unter Druck (Diagramm oben). Weiß hat mehr Raum und den aktiven Läufer und daher einen kleinen, aber dauerhaften Vorteil, den Jonas schließlich in einen Gewinn umsetzte. In der Diagrammstellung unten setzte er gleich mit g2-g4 fort und gewann später.
Marc`Anria hatte in einem klassischen Damengambit mehr als ausgeglichen und sich einen soliden Vorteil herausgespielt (Diagramm oben), griff dann aber mit dem naheliegenden 1…Tb2 daneben (besser wäre 1…Se4 gewesen), vermutlich, weil er den folgenden taktischen Trick übersehen hatte (nächstes Diagramm): 5.Sxb7! und Weiß gewinnt wegen der Fesselung den Bauern mit leichtem Vorteil zurück. In der Partie kam es aber anders und Weiß schließlich selbst zu e3-e4 mit Ausgleich und späterem Remis.
Während wir an den ersten 3 Brettern elomässig die Nase vorn hatten, egalisierten sich die Elozahlen an 4 und 5 und ab Brett 6 waren die Gastgeber zumindest nominell zum Teil deutlich stärker als wir. So verwundert es nicht, dass an 4 und 5 remisiert wurde. Dabei war es Aljoscha, der bis zuletzt noch um den Sieg des Teams kämpfte: Nachdem er in der Eröffnung einen Bauer für Kompensation gegeben hatte und sich präzise verteidigte, opferte der Gegner zuerst aus Frust einen und dann unter Druck einen zweiten Bauer, sodass Aljoscha schließlich sogar einen Mehrbauern hatte. Nach 1.Tg8 (Diagramm oben) war dieser allerdings nicht zu verteidigen und nach 1. …Tf3+ 2.Ke2 Tf4 wurden die Züge wiederholt, Remis.
Jonah hatte “seinen Grünfeldinder” auf dem Brett (Diagramm oben) und bald für sehr gute Kompensation die Qualität gegeben: Für die Qualität hat Schwarz das Läuferpaar und einen gefährlichen Freibauern auf b3 sowie Angriffschancen auf den schwarzen Feldern. Weiß gelang es schließlich aber noch zu vereinfachen und auch diese Partie endete dann remis.
Ich spielte gegen den frisch gebackenen polnischen GM Jakub Kosakowski, der auf dem Weg Richtung 2600 ist. Etwas überraschend kam die Najdorf-Variante aufs Brett. Obwohl ich vorbereitet war, verbrauchte ich zu viel Zeit in der Eröffnungsphase und griff dann in guter, aber komplizierter Stellung 2-mal daneben und landete dann schnell in einem am Ende doch verlorenen Endspiel.
Den entscheidenden halben Punkt zum 4-4 holte dann Giso an Brett 8, der lange sehr passiv gestanden hatte, aber mit energischem Spiel seinen Gegner schließlich zu einer Zugwiederholung nötigen konnte. Für Giso war das Wochenende mit zwei Unentschieden insgesamt ein sehr guter Einstieg!
Fazit: Ein Mannschaftspunkt genügt immerhin zum 14. Platz; der Trend stimmt jedenfalls und wird im Januar in Hamburg fortgesetzt, wenn wir nacheinander Solingen und Düsseldorf erwarten.