2. Bundesliga 2. + 3. Runde: Licht und Schatten an der Weser

Am 23. und 24. November fuhr unsere erste Mannschaft zu zwei Auswärtsspielen nach Bremen, bei denen es vor allem darum ging, den verunglückten Saisonstart gegen den Hamburger SK II vergessen zu machen. Dabei trafen wir am Samstag auf die zweite Mannschaft von Turm Kiel und am Sonntag auf Werder Bremen II, wobei wir uns den Spielsaal mit der Schachbundesliga teilten, sodass sich alle Zuschauer an diesem Wochenende vier interessante Begegnungen anschauen konnten.

Zu diesen gehörten auch einige mitgereiste Fans des FC St. Pauli, denen ich auch auf diesem Weg noch einmal meinen Dank für die Unterstützung aussprechen möchte!

Am Samstag gelang uns dann ein guter Start in das Match, da Frank an Brett 5 gegen Rolf Luckow zu einem schnellen und sicheren Sieg kam, wonach uns die Remisen von Monika an Brett 4 gegen Klaus Berg und von Wolfgang an Brett 8 gegen Matthias Budzyn mit 2-1 in Führung brachten. Auf die Siegerstraße führten uns im Anschluss dann Can, der Jörg Zeller an Brett 6 schrittweise überspielte, und Aljoscha, der an Brett 3 eine starke Partie in der Caro-Kann-Vorstoßvariante gegen Mads Boe zeigte. Allerdings wackelten wir noch einmal kurzzeitig, nachdem ich meine Gewinnstellung an Brett 2 gegen Jakob Pajeken in ein verlorenes Turmendspiel verwandelt hatte, denn auch Bartosz‘ Stellung am 1. Brett hatte zu diesem Zeitpunkt schon einmal bessere Zeiten erlebt. Allerdings schien sich Martins Stellung an Brett 7 immer in der Remisbreite zu bewegen, weshalb wir uns nicht allzu große Sorgen machten. Im Endeffekt verlor ich meine Partie, während die anderen beiden Bretter Remis endeten. Mit dem Endstand von 5-3 konnten wir schließlich durchaus zufrieden sein, auch wenn am nächsten Tag direkt das nächste schwere Match auf uns wartete. Am Sonntag trafen wir dann auf eine sehr gut aufgestellt Zweitvertretung aus Bremen, sodass sich im Vorhinein ein Match auf Augenhöhe erwarten ließ. Zunächst lief dieses auch relativ ausgeglichen, denn nachdem Bartosz an Brett 1 gegen Tomi Nyback ein sicheres Remis holte und Monika in einer langen Theorievariante gegen Jari Reuker eine Niederlage einstecken musste, konnte Martin in einer überzeugend vorgetragenen Partie gegen Christian Richter den 1,5-1,5 Ausgleich herstellen. Leider gerieten wir danach ins Hintertreffen, da sich an den Brettern von Can und Aljoscha schwierige Situationen abzeichneten, während nur Fabian an Brett 8 über eine bessere Stellung zu verfügen schien. Daher lehnte Frank auch eine Zugwiederholung ab, was sich allerdings im Nachhinein als Fehlentscheidung herausstellte, da sein Gegner Gerlef Meins seinen Vorteil schrittweise ausbaute und schließlich auch den vollen Zähler einfuhr. Zusammen mit dem Sieg von Fabian und der sich schon seit einiger Zeit abzeichnenden Niederlage von Can stand es also 2,5-3,5 und der Matchverlust rückte näher. Zwar rettete Aljoscha das Remis, aber ich erhöhte den Score unserer Gegner noch um einen halben Punkt, indem ich Roland Pruijssers in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel noch ein Geschenk überreichte, sodass der finale Endstand 3-5 lautete.

Für uns geht es an dem nächsten Doppelspieltag am 07. und 08. Dezember in Berlin gegen den SV Glückauf Rüdersdorf und die Schachfreunde Berlin II also darum, Wiedergutmachung zu betreiben und uns aus dem Tabellenkeller zu befreien.

Autor: Benedict Krause