Am 23. und 30. August wurden in der Schule Alter Teichweg die beiden Finalisten der Hamburger Pokalmannschaftsmeisterschaft 2026 ermittelt. Es waren 24 4-er Teams am Start. St. Pauli war mit 5 (!) Mannschaften vertreten: einer bärenstarken 1.Mannschaft (Aljoscha Feuerstack, Can Ertan, Martin Voigt, Triona Eberle und Daniel Otis Thieme) sowie 4 „Außenseiterteams“, die mit Spielern unterschiedlicher Spielstärke und Erfahrungen zusammengesetzt waren. Diese Mischung hatte schon bei der Mannschaftsblitzmeisterschaft im letzten Jahr viel Spaß gemacht. Daneben drückten sogar noch einige St. Pauli-Kiebitze die Daumen.
Hauke Reddmann hatte die Paarungen der 1. Runde ausgelost, und es kam dann gleich zum Knaller: Königsspringer 1 gegen St. Pauli 1. Da trafen zwei Halbfinalisten des letzten Jahres aufeinander. Die Bedenkzeit betrug 1 Stunde für die Partie plus 30 Sekunden pro Zug.
Es sah gar nicht gut für unsere erste Mannschaft aus. Königsspringer führte bald mit 2:0, und auch die Partien von Aljoscha und von Martin gaben keinen Anlass zum Optimismus. Ganz im Gegenteil. Martin gelang es irgendwie, seine verdächtige Stellung noch zu gewinnen, und Aljoscha konnte in ein Endspiel mit Turm und Bauer gegen Springer und Bauer abwickeln, das er gegen Max Borgmeyer gewann.
Ich konnte gar nicht mehr hinsehen. Das Brett war von Kiebitzen umlagert, beide Spieler waren auf Inkrement, aber trotzdem fand Aljoscha noch den Gewinn unter Ausnutzung von Zugzwangmotiven. Durch das 2:2 erreichte St. Pauli 1 dank Berliner Wertung doch noch die zweite Runde. Ein klein wenig litten alle mit Königsspringer. Das war wirklich sehr unglücklich für sie gelaufen.
Drei St. Pauli Mannschaften erreichten die zweite Runde. Dort erhielt St. Pauli 1 ein Freilos. St. Pauli 4 schied gegen HSK 1 mit 1:3 aus. Bemerkenswert war dort der Gewinn von Guido Schleicher gegen Alexander Baberz, der zuletzt in bestechender Form war. St. Pauli 2 erreichte mit einem 3:1 gegen Pinneberg das Viertelfinale. Dort schieden wir mit 1,5 zu 2,5 gegen SKJE 1 aus. Ein 2:2 und damit verbunden ein Sieg nach Berliner Wertung war durchaus möglich, aber Schach-Opa Rüdiger fand im Gegensatz zu vielen Kiebitzen nicht den Gewinnweg gegen Peter Wirthgen.
Im Halbfinale gab es klarere Ergebnisse. SKJE 1 setzte sich 3:1 gegen HSK 2 durch, St. Pauli 1 gewann 3,5 zu 0,5 gegen SKJE 2. Die beiden Finalisten haben sich schon mal für den weiteren Pokalwettbewerb auf Bundesebene qualifiziert. Herzlichen Glückwunsch! Dort ist ja mit Schachfreunde Hamburg ein weiterer Hamburger Verein vertreten (aufgrund ihrer Glanzleistung im letzten Jahr).
Souveräne Turnierleiter waren Martin Kopisch und Hendrik Schüler. Es ist wirklich unglaublich, was Hendrik und sein Team schon über einen sehr langen Zeitraum für das Hamburger Schach leisten!
Die Mannschaftsaufstellungen und die Rundenergebnisse findet Ihr hier: HPMM 2026.
Rüdiger Breyther