Kiel Open 2022: St. Pauli ist am Start – Turnierbericht von Olli L.

Die Kieler Schachgesellschaft (von 1884) hat 2022 wieder das 34. Kieler Open ausgerichtet. Im Feld der 160 Teilnehmer befanden sich auch ein GM und fünf FM, ansonsten waren sämtliche Spielstärken vertreten.

Ein paar weniger Teilnehmer hätten dem 9-rundigen Turnier gut getan, denn es war doch recht eng und stickig im Spielsaal, der wohl eher für 100 Spieler ausgelegt ist, insbesondere in Corona-Zeiten und bei 40 Grad Celsius im Sommer.

Das Turnier war jedoch gut organisiert und ruhig gelegen auf dem grünen Gelände eines Sportvereins. Jeden Tag gab es kostengünstig warmes Essen, Brötchen und sogar gezapftes Bier. Genießen konnte man das im gemütlichen Sommergarten des Sportheims. Die Ostsee war Luftlinie ungefähr 500 Meter entfernt.

Das Startgeld betrug 85 Euro, wobei man dafür auch eine Getränkepauschale erhielt und jeden Tag soviel Kaffee, Wasser oder Tee trinken konnte, wie man wollte.

Von St. Pauli waren Jan D. und Olli L. dabei und auch unser Schachfreund Philipp Roselius von Union Eimsbüttel. An zwei Tagen wurden Doppelrunden gespielt und deshalb haben wir uns für die Zeit in Kiel einquartiert, den Rest der Runden (Beginn jeweils 18 Uhr) sind wir täglich zwischen Hamburg und Kiel gependelt. Das war kein Problem!

Der Anteil von Kindern und Jugendlichen lag etwa bei einem Drittel, aber auch etliche Senioren haben im Feld gekämpft.

Schachlich waren wir nicht immer mit unserer Leistung zufrieden, doch wir würden bei Gelegenheit sicher wieder nach Kiel fahren und dort mitspielen.

http://www.kieler-sg.de/KielerOpen/

Hier ein kleines Beispiel für Schachblindheit: Weiß zog in der Diagrammstellung Tb1-f1 und nachdem Schwarz mit Tc7-f7 parierte zog N.N. á tempo Tf1-a1 mit undeckbaren Mattideen. Soweit alles schön und gut. Doch was hatte Weiß übersehen?