Landesliga Hamburg: Tabellenführung

Das Heimspiel der zweiten Runde der Landesliga Hamburg wurde für unsere 2. Mannschaft ein Festtag, denn mit einem 6,5-1,5 Sieg gegen Marmtorf  (gegen welche wir uns immer sehr schwer getan haben), konnten wir die Tabellenführung erobern und hoffen diese bis zum letzten Spieltag nicht mehr aus der Hand zu geben.

Das wir bereit sind dafür zu kämpfen hat dieser Kampf gezeigt und (man muss es leider für Marmstorf sagen) war der Sieg auch nie wirklich gefährdet.

Schauen wir uns doch einmal die einzelnen Paarungen an:

Brett 1: Aleks Trisic – Holger Hebbinghaus =

Aleks hat es probiert und wollte aus der Stellung etwas herausholen, ohne ein frühes Remis zu machen.

Holger hat mit d4 eröffnet und irgendwie ist die Stellung dann doch verflacht, so dass auch aus dem Endspiel wenig rauszuholen war.

Brett 2: Giso Jahncke – Jeronimo Hawellek

Fire on Board oder besser gesagt die Initiative von Giso wurde geschickt von Jeronimo ausgekontert und irgendwie konnte man nicht mehr an die weiße Giso-Stellung glauben.

Beim Verwerten des schwarzen Vorteils ist Jeronimo jedoch ein Fehler unterlaufen, welcher von Giso eiskalt genutzt wurde. Das war glücklich.

Brett 3: Patrick Stenner – Jan Hendrik Müller

Sichere Sache für Patti. Mein persönlicher Favorit war der Zeitverbrauch. Patrick 15 min, Jan Hendrik 75 min und die Stellung sah sehr schlecht aus für die weißen Figuren von Jan Hendrik. Man hatte das Gefühl, dass Weiß von b6 nebst c5 überrascht worden ist und dann zu viel forcieren wollte, die Stellung aber mehr und mehr entglitt. Sehr sicherer Sieg von Patrick.

Brett 4: Rüdiger Breyther – Christoph Ramme

Unser Schach-Opa liebt es ja seine Schüler mit schwierigen Aufgaben zu quälen, jetzt durfte er sich dafür am Brett quälen. Alle Partien waren schon seit Stunden beendet, nur Rüdiger war noch bei der Arbeit. Ganz feine positionelle Partie mit leichten und dann größeren weißen Vorteil. Leider wurde kurz vor dem 40. Zug der Gewinn übersehen und die Stellung wurde, trotz Mehrbauer, zunehmend komplizierter. Christoph konnte seine Stellung verbessern und das Remisangebot von Rüdiger kam zur rechten Zeit. Meinte ich nach der Partie und wähnte Rüdiger schon auf dem Verlustwege. Schach ist jedoch zu komplex (für mich) und Rüdiger hat mich auf die Computerbewertung 0.00 hingewiesen.

Tolle Kampfpartie und sehr schade, dass sich Rüdiger nicht belohnen konnte.

Brett 5: Andreas Mitscherling – Jens Diekmann

Andreas liebt es Betonschach zu spielen, aber leider hat der Gegner auch ordentlich Mischung angerührt. Ein schnelles und .. gerechtes Remis.

Brett 6: Julian zur Lage – Friedrich Theodor König

Julian hatte die Lage im Katalanen sicher im Griff und nachdem die Stellungswiederholung abgelehnt worden war, wendete sich auch das Blatt zu Gunsten von Julian. Schöner Sieg. Kämpfen lohnt sich.

Brett 7: Jan Priebe – Matthias Peschke

Jan kommt langsam wieder in Form. Das sah immer gut aus und wurde mit einem schönen und sicheren Sieg belohnt.

Brett 8: Maik Richter – Peter Anderberg

Eine positionell anspruchsvolle Stellung, welche sicherlich Chancen für beide Seiten bietet, wurde aufs Brett gebracht. Am Brett hatte ich Mühe mich zu f4, g4 durchzuringen, aber die Stellung wurde immer besser sowie die Zeit des Gegners immer knapper. Vielleicht noch einmal zur Wiederholung, für die staunenden St. Pauli-Fans. Diesmal nicht meine Zeit sondern die meines Gegners. Ein taktisches Übersehen mit dem schönen Zug Sg2 ließ die Stellung zu meinen Gunsten kippen und am Ende stand ein Sieg als Ergebnis fest.

Nach diesem Sieg können wir weiter mit viel Selbstvertrauen in die kommenden Spiele gehen und hoffen, dass diese stattfinden können.

Glückwunsch auch an unsere Dritten Mannschaft für den tollen und wichtigen Sieg gegen Diagonale.

Forza St. Pauli