Landesliga 3. Runde: Dritte weiter auf Kurs

Unsere dritte Mannschaft behauptet sich weiter in der Spitzengruppe der Landesliga Hamburg. Letzten Sonntag wurde HSK 4 überraschend deutlich mit 6,5:1,5 geschlagen. Im Parallelkampf fertigte unsere Zweite, obwohl ersatzgeschwächt, Fischbek sogar mit 7:1 ab und spielt sich so langsam für das Meisterschaftsrennen gegen SKJE warm.

Bei Julian muss schon etwas in der Eröffnung schief gelaufen sein, er opferte gegen einen holländischen Aufbau einen Bauern, eine Kompensation war jedoch nicht zu erkennen. Trotz verzweifelter Gegenwehr brachte sein Gegner die Partie sicher nach Hause und sein Team in Führung. Nach 3 Stunden gab es viele unausgewogene Stellungen, der Mannschaftskampf stand eher schlecht. Aber wir kämpften an allen Brettern. Thomas stand immer etwas gedrückt, ließ aber am ersten Brett gegen einen HSK Nachwuchsspieler nichts anbrennen und erzielte ein sicheres Remis. In der letzten Stunde vor der Zeitkontrolle konnten wir uns dann an allen anderen Brettern Vorteile erspielen.

Bernd hatte einen Bauern für aktives Spiel geopfert und konnte sich nach unklarem Partieverlauf letztendlich klar durchsetzen, eine typischen Partie von Bernd. Jakob konnte sich schon in der Eröffnung das Läuferpaar sichern, stand die ganze Zeit über besser, sein Gegner überschritt letztendlich die Zeit. Weitere Details sind mir jedoch nicht bekannt. Meine Partie setzte ich bewusst auf Konter an, mein Gegner überzog prompt seine Stellung und musste ein paar Züge nach einem Figureneinsteller aufgeben, seine Dame war überlastet.

Bei Rüdiger, Dirk T. und Torsten dauerten die Partien zum Teil deutlich länger. Torsten setzte sich nach überstandener Zeitnot souverän in einem Turmendspiel durch. Rüdiger setzte den Gegner nach beiderseitigen Ungenauigkeiten im Mittelspiel in einem Schwerfigurenendspiel massiv unter Druck und kreierte sehenswert ein Mattnetz. Sein Gegner ließ sich nicht lumpen und bewusst mattsetzen. Dirk hatte in einem langwierigen Turm und Läuferendspiel bei ungleichfarbigen Läufern ein paar Bauern mehr und holte sich sicher den Punkt. Sein Gegner hätte sicherlich etwas früher aufgeben und wir eher zum Griechen gehen können.

Als Mannschaftsführer macht es bei dieser kämpferischen Einstellung natürlich riesigen Spaß, eine solch geschlossene Mannschaftsleistung mitzuerleben. Es läuft. Wir dürfen nur nicht den Fehler der Vorsaison wiederholen, in der wir nach einem solchen guten Start noch nach hinten durchgereicht wurden.

Autor: Carsten Kluth

1 comment
  1. Rüdiger Breyther
    Rüdiger Breyther
    03/12/2019 at 15:58

    Der Sieg war trotz der Höhe alles andere als klar. Ich habe z.B. nahtlos an meine überragenden Leistungen im Clubturnier angeknüpft und gegen Oliver Frackowick im Mittelspiel eine Figur eingestellt. Zum Glück hat sich das noch nicht zu ihm herumgesprochen, daß Schach-Opa Rüdiger heutzutage noch schlimmer patzt als früher und Oliver hat die Figur nicht mitgenommen. Bei einem Zwischenstand von 0 : 2 wäre es sehr eng geworden. HSK 4 ist natürlich jetzt in großer Abstiegsgefahr, andererseits ist die Mannschaft so stark, daß sie gegen jeden Gegner punkten kann.

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