Das Turnier

Am nächsten Nachmittag startete dann das Turnier:
Ich werde hier  nur ein wenig über meine niederschmetternden Ergebnisse berichten, da die beiden anderen auch noch einen Bericht schreiben wollten. Es begann also standesgemäß mit einer Niederlage, gegen einen norwegischen FM. Danach wollte ich am Samstag bei der einzigen Doppelrunde punkten. Aber es wurde ein Desaster.
Nach der Holländischen Eröffnung mit den weißen Steinen errang ich schon früh Vorteil gegen meine Gegnerin. Ich rochierte lang und griff mit f4-f5 am Königsflügel an. Sie versuchte am Damenflügel zu kontern. Ich sah eine Falle, sie tappte hinein, der Turm schlug ungedeckt h7, der Computer zeigte  eine Wertung von +20, und Thomas sah Gefahren, die es nicht gab, versemmelte die Chance in eine „normale“ Gewinnstellung (+3), diese dann in eine Remisstellung, um dann im 39. Zug mit 3 Minuten auf der Uhr einen Gewinnweg zu suchen, den es nicht gab. Das fatale daran war, das diese Suche 6 Minuten dauerte und meine Gegnerin auch die Schachregeln kannte. Ich reichte ihr also die Hand.
Dieses war wohl zu viel für mich. Die 2. Partie am Tag verlor ich ohne Gegenwehr. An den nächsten Tagen erging es mir meist genau so. Ich sammelte zwar noch 1,5 Punkte gegen durchweg schwächere Spieler. In der 8. Runde ereilte mich dann der Höhepunkt dieses Turniers. Nicht das ihr denkt, den hätte ich doch schon in der 2. Partie; NEIN! Gegen einen Gegner mit ELO 1746 schaffte ich es nach 7 Zügen schlecht zu stehen und nach 11 Zügen eine Figur einzustellen.
Das hat gereicht und ich hab mich in der letzten Rund dann den kulturellen Genüssen Prags gewidmet.
Schachlich war es ein Grauen, menschlich und kulturell, und das gilt nicht nur fürs Bier, war es toll. Mit Heinz-Werner und Jan hatte ich eine Menge Spaß und wir Überlegen, ob wir nächstes Jahr wieder hinfahren.
Hier noch einige Links zum Turniere