Pokal 2. Runde
Müller, F. - Pätsch Malhas - Schroeter Woynowski - Seehagen Frank - Kehr Meyer, S. - Meyer, A. Niehaus - Büscher Lorsbach - Knauer Knaak - Nagendirarajah
Pokal 1. Runde
Pätsch - Kamm 1:0 Olschok - Lorsbach 0:1 Klauenberg - Nagendirarajah 0:1 Meyer, A. - Geiß 1:0 Büscher - Hänel 1:0 Gevorkian - Frank 0:1 Hemker - Meyer, S. 0:1 Müller, F. - Wiekhorst 1:0 Knauer - Hopmann 1:0 Malhas - Thomas 1:0 Niehaus -...
Fünfte schafft die Sensation
Sieg beim Tabellenzweiten HSK 12 sichert den Klassenerhalt !
Die Schachabteilung wird jung und jünger

Als ich 1992 in die Schachabteilung eingetreten bin war ich 36 Jahre alt und lag damit im Altersdurchschnitt im gesicherten Mittelfeld. Ich erinnere mich gut daran, dass unser leider Richtung Frankfurt verzogener 2.Vorsitzender Volker Schoder bei seinem Eintritt mit seinen damals 28 Jahren unser jüngstes Mitglied war. Wir waren eine gestandene Abteilung erwachsener Schachspieler.
Doch im letzten halben Jahr tut sich etwas; nach mehreren vergeblichen Anläufen scheint sich eine florierende Jugendabteilung zu etablieren. Wer jetzt jüngstes Mitglied sein wollte müsste unsere Yasmin unterbieten, sie ist fröhliche acht Jahre jung !
Jeden Dienstag tummeln sich mehrere Jugendliche beim Training von Detlef Frank, so viele, dass ich ihn jetzt regelmäßig unterstütze, um all der Fragen Herr zu werden, die unsere wissbegierigen Youngster so an ihn haben.
Vor 14 Tagen dann ein bahnbrechendes Ereignis : zum ersten Mal trat meines Wissens eine St. Pauli Vierer-Jugendmannschaft beim traditionsreichen Schnellschachturnier der SGHHUB an. Mir als Betreuer ging das Herz auf als ich sah wie unsere Jüngsten sich mutig in die Schachschlachten warfen und es sogar schafften, gleich die zwei ersten Mannschaftskämpfe sogar zu gewinnen. Natürlich konnten sie dieses Tempo nicht halten, die erfahrenen Mannschaften von Königsspringer, SKJE und Eidelstedt waren noch zu stark, aber am Ende sprang ein Platz im Mittelfeld heraus, viel mehr, als ich zu träumen gewagt hätte.
Angeführt wurde das Team von Tobias Finn, dem erfahrensten der Jugendlichen, er hat ja in der letzten Saison schon in der 6. Mannschaft gezeigt, dass er langsam aber sicher in der Rangliste unserer Abteilung nach oben steigen wird. Lediglich seine Nervösität steht manchmal noch dem finalen Erfolgserlebnis im Weg. Seine Partie gegen den schon in der Oberliga eingesetzten Max Borgmeyer von Königsspringer nötigte mir höchsten Respekt ab, das war schon „großes Schach“.
Ihm schon ebenbürtig an der Seite steht Luis v. Czettritz. Luis macht mangelnde Erfahrung durch Ruhe und Kampfkraft wett. Auf diese Art kämpfte er so manchen erfahrenen Gegner nieder. Nicht umsonst ging jetzt die Pokalpartie der beiden bis zum letzten Bauern ausgekämpft Remis aus. Ich freue mich schon darauf die beiden im nächsten Jahr in den Mannschaftskämpfen zu sehen !
Nummer drei war Lukas Haagen. Obwohl Lukas erst seit einem Monat überhaupt Schach spielt hat er hervorragende Anlagen, in einer Partie zauberte er einen korrekten Sperr/Opferzug eines Turmes aufs Brett, der mir im Leben nicht eingefallen wäre. Aber natürlich ist noch jede Menge Training nötig um sich auch die im Schach nun mal notwendige Technik anzueignen . Lukas scheint aber gewillt dies so schnell wie möglich zu schaffen; er hat sogar seinen Bruder Paul dafür begeistern können auch Mitglied unserer Abteilung zu werden.
Die Nummer Vier war dann unsere zauberhafte erst achtjährige Yasmin. Gleich in ihrer ersten Partie kämpfte sie wie eine kleine Löwin, so dass sie am Ende in ein Patt entschlüpfen konnte und so den entscheidenden halben Punkt für den ersten Mannschaftssieg einer St. Pauli Jugendmannschaft überhaupt erkämpfte. Ob ihrer strahlenden Freude über die eigene Leistung konnte sogar der Betreuer seine dröhnenden Kopfschmerzen vergessen, allein Dank dafür Yasmin. Übrigens ist sie ein absolutes sympathisches kleines Mädchen, das sich durchaus selbst zu beschäftigen weiß, nie mußte ich mich um sie kümmern, sie weiß immer was sie will und was sie tut.
Daneben haben wir jetzt beim Training noch einige andere Jugendliche, ich hoffe, auch mit Ihnen in der Zukunft bei Jugendturnieren eine St. Pauli Mannschaft bilden zu können, dann werde ich auch sie näher vorstellen.
Heinz-Werner



